Ab auf den Grill damit!


8 Dinge, die ihr unbedingt grillen müsst

Experimentierfreudigen Grillmeistern, die auf den Rost werfen, was ihnen in die Hände fällt, erzählen wir vermutlich nicht all zu viel Neues. Wer allerdings eher konventionell die Grillzange schwingt, für den eröffnet die Erkenntnis, Kuchen auf dem Grill backen zu können, womöglich eine vollkommen neue Welt. Viel mehr Lebensmittel sollten auf dem Grill landen, nicht nur Fleisch, Gemüse und vielleicht noch eine Scheibe Knoblauchbrot. Braucht ihr ein wenig Inspiration? Probiert doch einfach mal Pizza vom Grill. Oder eines der anderen folgenden Lebensmittel, die eure kulinarische Lebensqualität erhöhen – garantiert!

Cocktail-Kräuter und Früchte

Frische Kräuter / Quelle: Pixabay.com

Cocktail-Mixer verleihen ihren Drinks das gewisse Extra an Würze und Rauchigkeit, wenn die Kräuter und Früchte vorher auf dem Grill lagen. Gilt auch für Limonade, die sogenannte „Grilled Lemonade“: Zitronenscheiben auf den Grill, schön anrösten lassen und dann als rauchig-fruchtige Garnitur in die Mischung aus frisch gepresstem Zitronensaft, Zuckersirup, Mineralwasser, frischer Minze und Honig. Aber wir waren ja bei Cocktails: Das gleiche, nur mit Gin oben drauf.

Ebenfalls lecker für alle Gin & Tonic-Fans, denen die Gurke zum Hendrick’s Gin nicht genügt: Probiert doch mal den Smokey Grapefruit Gin & Tonic und legt dazu Grapefruit-Scheiben auf den Grill. 6cl Gin, 2cl Grapefruit-Saft, 12cl Tonic und ein halbes Scheibchen gegrillte Grapefruit mit einer Prise Meersalz oben drauf – fertig! Oder wie wäre es mit einem Grilled Peach Old Fahsioned mit gegrilltem Pfirsich oder einem Grilled Apple Thyme Smash mit einem Zweig angeröstetem Thymian?

Grilled Cheese-Fries

Dass Cheese-Fries hierzulande noch keine gängige Alternative zu „Pommes rot-weiß“ sind, ist das womöglich größte kommerzielle Versäumnis, seitdem ein Volvo-Ingenieur das Patent für den Dreipunkt-Sicherheitsgurt frei für alle Fahrzeughersteller zur Verfügung stellte. Nur ist dieses Versäumnis im Falle käseüberbackener Fritten eben etwas Schlechtes. Wenn die örtliche Pommesbude also schon überfordert ist, Currypulver auf die Currywurst zu streuen, machen wir unsere Cheese-Fries eben selbst. Auf dem Grill.

Cheese Fries / Quelle: Pixabay.com

So geht’s: Wälzt die noch gefrorenen oder auch frisch selbst gemachten Pommes schön in geschmolzener Butter. Besorgt euch eine möglichst dünne Grillschale oder formt, noch besser, aus für Grills geeigneter Alufolie ein kleines Schälchen, sodass nichts auslaufen kann. Mit Alufolie dauert der Vorgang bei gefrorenen Pommes nur etwa 20 bis 30 Minuten. Danach legt ihr einfach nach Gusto Käsescheiben (wir empfehlen Cheddar) auf die Pommes und lasst diesen schmelzen. Jetzt am besten noch Baconwürfel oder andere Toppings oben drauf und fertig!

Grilled Sandwiches

Apropos Grilled Cheese: Gehen wir doch noch mal einen Schritt zurück und werfen einen Blick auf das klassische Käsesandwich – international auch als Grilled Cheese bezeichnet. Eigentlich sagt es bereits der Name: Das üblicherweise üppig mit Cheddar beladene und in Butter eingeweichte Sandwich wird gegrillt, meistens aber in der Pfanne. Oft nichtmal in einer Grillpfanne. Wenn der Grill aber ohnehin schon lodert, schnappt euch zwei Scheiben Brot, bestreicht sie (auf den Außenseiten!) mit Butter, beladet es mit ordentlich Käse und dann gerne noch mit separat gegrilltem Fleisch, um ein stattliches Sandwich daraus zu machen. Zum Beispiel mit Hühnchen, Schinken oder Bacon. Anschließend grillt ihr jede Seite maximal 2-3 Minuten. Leckerer als vom Grill kann ein Sandwich nicht schmecken.

Kuchen

Schluss mit Backe, backe Kuchen – das Ding kommt jetzt auf den Grill! Voraussetzung, ihr könnt euren Grill verschließen und somit indirekt Grillen. Also nicht direkt über den glühenden Kohlen – die schiebt ihr schön an die Seite und erzeugt damit quasi einen Ofen nach dem Umluftprinzip. Beachten müsst ihr, dass die Backzeiten sich von denen im gewöhnlichen Ofen unterscheiden können. Ihr solltet natürlich versuchen, die Grilltemperatur so über die Luftschlitze zu regeln, dass die Temperatur ungefähr der Vorgabe eures Kuchenrezepts entspricht. In einer feuerfesten Form stellt ihr den Kuchen, etwa einen simplen Rührkuchen, dann in die Mitte des Rosts, verschließt den Grill und lasst ihn dann wie im Ofen backen. Keine Sorge: Er schmeckt anschließend nicht unangenehm rauchig, sondern wie ein normaler Kuchen. Vielleicht sogar etwas saftiger.

Pizza

Pizza / Quelle: Pixabay.com

Einen echten Steinofen haben vermutlich nur die wenigsten von euch daheim. Ein Pizzastein ist da meist schon das höchste der Gefühle, birgt aber den Nachteil deutlich erhöhter Stromkosten, weil sich das Ding erst langwierig im Ofen aufheizen muss. Auf einem Grill halbiert sich die Zeit auf ca. 20 Minuten – danach legt ihr die Pizza direkt auf den Stein, schließt den Deckel (wichtig!) und in wenigen Minuten ist sie fertig – je nach Teig und Belag. Eine klassisch-italienische Pizza mit hauchdünnem Boden ist in 3-4 Minuten bereit, verspeist zu werden. Wir empfehlen dafür natürlich einen Kohlegrill – für das rauchige Aroma. Mit Gasgrill geht es aber selbstverständlich auch.

Muscheln

Bei den meisten Grillparties sind Muscheln eher die Ausnahme. Dabei gibt es keinen Grund, warum Muschelfreunde leer ausgehen sollten. Einfacher geht’s nämlich kaum: Nach dem Reinigen einfach auf den Rost werfen, unter mehrfachem Wenden etwa zehn Minuten grillen, bis sich die Schalen öffnen und fertig. Am besten mariniert ihr sie vorher natürlich noch. Zum Beispiel in einem Gemisch aus Butter, Olivenöl, Knoblauch, etwas Zitronensaft und anderen Gewürzen eurer Wahl – rund eine Stunde lang, bevor sie auf dem Grill landen. Entweder direkt auf dem Rost, oder noch besser in einer feuerfesten Schale. Und wenn ihr schon dabei seid, werft doch einfach andere Meeresfrüchte dazu. Vor allem Garnelen.

Wassermelone

Wassermelone grillen? Was das soll? Ganz einfach: Eine Wassermelone besteht eben nicht nur aus Wasser, sondern enthält auch Zucker. Wird der über der heißen Grillkohle karamellisiert, schmeckt die Wassermelone deutlich süßer und ein wenig rauchig. Klar, ihr könnt vorher auch noch selbst ein wenig Zucker drüber streuen, wenn euch das noch nicht süß genug ist – vielleicht seid ihr ganz verrückt und tragt noch einen Spritzer Zitronensaft auf. Und das ist eigentlich auch schon das ganze Geheimnis. Wer gern Fruchtsalat zubereitet, sollte bei der nächsten Grillparty unbedingt ein paar Melonenscheiben auf den Rost legen und sie danach gewürfelt zusammen mit Mango, Kiwi, Banane, Apfel und Co. in Form eines Obstsalates verspeisen.

Donuts & Eis-Burger

Donuts / Quelle: Pixabay.com

Bekanntes Problem aller, die über keinen sogenannten Nachtischmagen verfügen und immer zu viel Fleisch auf den Grill packen: der Nachtisch passt nicht mehr rein. Muss aber. Vor allem, wenn ihr mal darüber nachdenkt, warum ihr bislang noch keine Donuts auf den Grill gelegt habt, die ihr vorher mit Nutella, Vanillecreme oder einer anderen Füllung eurer Wahl beladen habt. Packt die Backspritze aus, pumpt die Gebäckkringel voll und legt sie auf den Rost. Wenn ihr es mit der Füllung übertrieben habt – keine Vorwürfe! – kann eine feuerfeste Unterlage oder grillgeeignete Alufolie nicht schaden. Die ist vielleicht ohnehin empfehlenswert, denn je nach Donut reichen wenige Sekunden oder schon eine Minute, bis sie fertig gegrillt sind – also aufgepasst!

Auch lecker, vor allem wenn ihr im Herbst grillt, ist ein Zucker-Zimt-Überzug, der auf dem Grill karamellisiert. Zuletzt noch eine trendige Empfehlung aus Übersee: Eis-Burger. So nennen es die Amerikaner, wenn Sie angegrillte Donuts aufschneiden und mit Vanilleeis (oder einer anderen Sorte) beladen und genüsslich weglöffeln oder direkt wie einen Burger in die Hand nehmen. Funktioniert auch mit Waffeln, Pancakes oder anderen Süßgebäcken. Probiert es doch einfach mal aus!