Steak rückwärts garen – das perfekte Steak?


Erst garen, dann anbraten!

Moment – erst garen, dann anbraten? Was soll denn dieser Wahnsinn? Das fragen sich vielleicht einige von euch, die noch nie davon gehört haben, Fleisch „rückwärts“ zu garen. Es hat einen Grund, warum es jedoch immer mehr Leute tun. Sogar mehrere Gründe. Manch einer schwört auf die Technik für das perfekte Steak. Vor allem ungeschickten Steak-Bratern soll das Rückwärtsbraten helfen. Wir erklären euch, was das soll und wie das geht.

Andersrum zum perfekten Steak

In so ziemlich allen Steak-Rezepten steht das gleiche: Erst scharf anbraten, dann vorsichtig bei nicht allzu hoher Temperatur fertig garen. Für Viele ist das eine Herausforderung. Vor allem Laien, die selten grillen und sich nicht näher mit Fleischkunde im Sinne der idealen Steak-Zubereitung beschäftigen. Nun ist das Rückwärtsbraten von Steaks eine besonders schonende Art der Zubereitung, die dabei helfen soll, ein Steak zu servieren wie ein Fleischgott. Oder zumindest ein gutes Steak. Letztendlich hängt es natürlich auch an euch und eurem Talent, simplen Anleitungen zu folgen. Aber: wir glauben an euch!

Rückwärtsbraten – so geht’s

Bildquelle: pixabay.comDirekt in den Ofen – Zum Rückwärtsgaren kommt das Fleisch als allererstes in den Ofen. Bei 90 Grad Celsius bringt ihr das Steak so auf eine Kerntemperatur von maximal 55 Grad. Etwas schonender darf es natürlich auch sein, bei einer Ofentemperatur von beispielsweise 60 Grad – nur dauert es dann eben ein wenig länger. Aber erfahrene Steak-Brater kennen das Spiel. Um die Kerntemperatur präzise zu bestimmten, benötigt ihr selbstverständlich ein Fleischthermometer – das sollte sich ohnehin in eurem Kücheninventar befinden, auch wenn ihr nur selten Steak zubereitet. Erfreulicherweise sind Fleischthermometer recht günstig, vor allem in gewissen Online-Versandhäusern. Dank des langsamen Garvorgangs verteilt sich der Fleischsaft im Inneren gleichmäßig.

Bitte beachtet: Am besten lasst ihr, je nach eurer gewünschten Garstufe, einen Puffer von drei bis vier Grad, schließlich wird das anschließende Anbraten die Temperatur noch einmal erhöhen.

Jetzt in die Pfanne – Das scharfe Anbraten verleiht dem Steak eine schöne Farbe und die Röstaromen. Viel falsch machen könnt ihr nun nicht mehr. Ihr seht schließlich direkt vor euch in der heißen (Grill-)Pfanne, in welchem Zustand sich das Steak befindet. Weniger als eine Minute bratet ihr das Steak nun scharf von jeder Seite in der Pfanne an. Der Vorteil an der Sache: Die Röstaromen bilden sich erst kurz vor dem Essen – quasi ganz frisch. Damit verhindert ihr, dass die Kruste durch den Garvorgang im Ofen, der sonst erst danach geschieht, aufweicht.

Ruhen lassen – Wie gewohnt lasst ihr das Steak nun fünf bis zehn Minuten in Alufolie ruhen. Bei Bedarf würzt ihr es anschließend mit Salz, Pfeffer oder unseren Würzhaus-Produkten. Versucht es doch mal mit Tomahawk! Gutes Gelingen und guten Appetit! Teilt uns gerne mit, ob es funktioniert hat und hinterlasst uns einen Kommentar!